AG Brasilien im globalen Kontext

Die im Sommer 2020 neu konstituierte AG bietet ein Forum für den interdisziplinären Austausch innerhalb der deutschsprachigen Forschung mit Brasilienbezug sowie für den Kontakt und Austausch mit Forschenden aus Brasilien und weiteren Ländern Lateinamerikas. Zentrales Merkmal unserer Ausrichtung ist das Interesse für transnationale und globale Verflechtungen, in die Brasilien historisch wie gegenwärtig eingebunden ist. Ein weiteres Charakteristikum der AG besteht in dem Anliegen, Wissensproduktion weitestgehend horizontal zu gestalten und mit nicht-universitären Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Zivilgesellschaft und Politik zu kooperieren.

Die folgenden Themen geben einen Einblick in die (zu erweiternden) Interessensgebiete der AG: Gender und Intersektionalität, Human/non-Human relationships, Kolonialerbe und Rassismus, periphere Künste und Literaturen, Umwelt und (Neo-)Extraktivismus, Urbanisierung und räumlicher Wandel, Verdrängung und politischer Widerstand.

Die AG befindet sich in einer Phase des Neuanfangs und ruft Interessierte dazu auf, sich mit Ideen einzubringen. Formlose Anträge auf Mitgliedschaft können per Mail an die Sprecher*innen geschickt werden. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist uns ein zentrales Anliegen.

Call for Abstracts für den Workshop „Brasilien im globalen Kontext“

03. Februar 2023, LAI, Freie Universität Berlin

Im Rahmen eines Workshops lädt die ADLAF-Arbeitsgruppe „Brasilien im globalen Kontext“ zur Einreichung von Beitragsvorschlägen in deutscher, englischer oder portugiesischer Sprache ein. Der thematische Fokus ist bewusst offengehalten, um eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen geistes- und sozialwissenschaftlichen, künstlerischen und zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit Brasilien zu ermöglichen. Uns interessieren insbesondere Ansätze, die disziplinäre und geographische Grenzen zu überwinden suchen, indem Brasilien beispielsweise in seinen Verflechtungen mit anderen Ländern und Weltregionen betrachtet wird. Neben dem klassischen Vortragsformat sind wir auch an künstlerischen und zivilgesellschaftlichen Interventionen interessiert. Bitte spezifizieren Sie in diesem Falle Ihr anvisiertes Präsentationsformat (z.B. (audio-)visueller Beitrag oder Performance).

Angesichts der aktuellen Herausforderungen im brasilianischen wie auch globalen Kontext laden wir zu Beiträgen zu folgenden Themengebieten ein, die aus verschiedenen (inter)disziplinären Blickwinkeln betrachtet werden können. Beitragsvorschläge, die sich keinem dieser Themen zuordnen lassen, sind ebenfalls willkommen.

 

  • Politische Kultur Brasiliens, aktueller politischer Wandel
  • Aktuelle und historische Flucht- und Migrationsbewegungen
  • (Anti-)Gender-Bewegungen, Rassismus und interdependente Ungleichheiten
  • Auswirkungen von und Umgang mit der Corona-Pandemie
  • Künste und Literaturen des Widerstands
  • Rechtskonservatismus, Evangelikalismus und politischer Widerstand
  • Umweltprobleme, Ressourcenkonflikte und Beziehungen zur nicht-menschlichen Natur, Konflikte um städtischen und ländlichen Raum
  • Gewalt, Unterdrückung und (De-)Kolonialität

 

Wir freuen uns über Einreichungen von Abstracts (max. 300 Wörter) inklusive biographischer Angaben zu den Autor*innen (max. 100 Wörter) bis zum 20. November 2022. Den Call gibt es hier als PDF.

Dr. Fabio Santos (fabio.santos@fu-berlin.de)

Jun.-Prof. Dr. Mariana Simoni (m.simoni@fu-berlin.de)

Dr. Sören Weißermel (weissermel@geographie.uni-kiel.de)

Sprecher*innen der AG
Fabio Santos (Soziologie)

Freie Universität Berlin

Mariana Simoni (Literaturwissenschaft)

Freie Universität Berlin

Sören Weißermel (Geographie)

Christian-Albrechts-Universität Kiel